Kolumne Der ganz normale WahnsinnHeute ein paar Gedanken über die Babysitter (-Suche). Oder die Frage: Wer ist hier der Boss?

 

Stefanie Luxat (39) ist Journalistin, Buchautorin und Bloggerin (ohhhmhhh.de). Ach so, und: Sie ist Mutter zweier Kleinkinder (Fitz (2) & Ruby (4)). Über den ganz normalen Wahnsinn als berufstätige Mutter, Ehefrau, Tochter, Freundin, Schwester und Frau, die auch mal gern eine Minute für sich hat, schreibt sie hier monatlich eine Kolumne.

 

Willst du Eltern aus dem Konzept bringen: Frag sie nach ihren Babysittern. Das ist meist eine große, klaffende Wunde. Das Thema Rentenvorsorge ist dagegen Wellness! Es gibt zu viele Horrorstories.

 

Eine Freundin verlor als Teenagerin ihr Babysitterkind gleich am ersten Abend. Sie spielten verstecken und weg war das Kind. Die Tür zur Veranda stand auf, es war ein lauer Sommerabend und sie bekam Panik: Was, wenn das vierjährige Kind auf und davon durch die Samstagnacht gemacht hatte? Sie dachte ebenfalls an Flucht, rief aber stattdessen ihre eigene Mutter an, die im Eiltempo kam – kein Kind war zu finden. Die Mutter rief bei den Eltern an, die erzählten: „Ach, das kennen wir, schaut mal auf dem Dachboden im Kleiderschrank nach, sie baut sich da immer so eine Höhle und pennt dann ein.“

 

Deshalb setze ich einfach gleich auf Mütter als Sitterinnen. Die wissen was zu tun ist, falls was ist, schätzen eine gemütliche Couch und Netflix und lassen nur sehr, sehr selten heimlich eine heiße Affäre über den Gartenzaun zum Knutschen nachsteigen. Und wenn, sind sie nicht so doof, das vor den Kindern zu tun. Die natürlich alles brühwarm am nächsten Morgen ihren Eltern erzählen.

 

Eltern sind zu vielem bereit, wenn es darum geht, sich ein Stückchen Freiheit zu erkaufen. Die Aussicht auf ein paar Stunden nur für sich, etwas in Ruhe zu essen oder mal wieder Alkohol trinken oder tanzen gehen zu können, lässt so manche zu kleinen Monstern mutieren. Als bei uns im Kindergarten eine FSJlerin bekannt gab, dass sie noch Kapazitäten zum Sitten hätte, stürzten sich die Eltern auf sie wie ein Löwenrudel auf eine Gazelle. Sie zerrten an ihr wie Zweijährige am Spielzeug während der „Meins!! Meins!! Meins!!“-Phase.

 

Wenn man das Thema Betreuung nicht im großen Stil für sich abgedeckt hat mit Großeltern oder einer festangestellten Nanny oder Haushälterin, landet man schnell auf dem betreut.de-Markt und der ist böse, sehr böse. Dort bieten wildfremde Menschen an, auf die Kinder von wiederum wildfremden Menschen aufzupassen. Das vergisst man nur oft in der Hilflosigkeit, wenn man keine Familie zum Aufpassen in der Nähe hat. Wirkt die Person nicht auf den ersten Blick wie eine Massenmörderin und erzählt auch noch süße Geschichten von ihren anderen Babysitterkindern, hat vielleicht sogar noch irgendeine Referenz (wobei wir nicht übertreiben wollen) ist man schon hin und weg. Erklärt sie sich dann noch bereit für unter 15 Euro die Stunde aufzupassen, möchte man sie am liebsten gleich auf der Couch fest tackern.

 

Hat man erstmal eine Sitterin als Eltern erlegt, verheimlicht man sie vor dem Rest der Welt. Nicht, weil man nicht irre gern mit seiner Beute angeben würde, sondern aus riesengroßer Panik, es könnte ein noch stärkerer Löwe um die Ecke kommen und sie einem wegschnappen. Egal wie sozial man ansonsten ist, fragt jemand, ob man jemanden kenne, beißt man mit Vollkaracho die Lippen zusammen und schweigt. Alles andere wäre purer Selbstmord.

 

Geschwiegen und genossen hat auch meine Blog-Leserin G. erst einmal. Ihre Nachbarin, süße 21, die sie beim Rauchen aufm Balkon traf, hatte angeboten, ihr Kind zu hüten. Es war für sie die Erfüllung eines großen Traums. Beim zweiten Mal wirkte es allerdings so, als würde die Nachbarin sich gar nicht so richtig über das Geld freuen. Als sie diese beim dritten Mal darauf ansprach, ob sie das Geld gar nicht bräuchte, antwortete sie: „Ach du, ich war gerade anschaffen, da gab’s ja direkt 500 Euro.“ Die Nachbarin lieh sich dann noch einen teuren Mantel samt Handtasche, wurde darin nur leider bei einer Sitzblockade von der Polizei weggetragen und zog dann auch schnell weg.

 

Dass aber auch andersherum die Babysitterkinder sehr sagen wir mal besonders sein können, erzählte Leserin Kati. Die passte auf ein Geschwisterpaar auf, als beim Kartenspielen der Dreijährige plötzlich seinen Penis rausholte und auf den Couchtisch legte.

 

Silkes Babysitterkind, 3, erzählte dafür sehr laut im Supermarkt, dass er ja wohl sehr genau wisse, wie Kinder auf die Welt kämen: „Da blutet man ganz doll aus dem Po, ohne Kacka, und dann kommt das rausgeflutscht!“

 

So haben die anderen auch geguckt.

 

Vielleicht hätte ich einfach gar nicht so hohe Ansprüche haben sollen. Meine Karriere als Babysitterin war ja auch eher wild und kurz. Da war diese liebe Familie, in deren Café ich kellnerte und die mich irgendwann fragten, ob ich nicht auch mal auf deren Kinder aufpassen könnte. Ich hatte damals eine seltsame Phase, aß nur Kartoffelbrei. Also bekamen auch meine Babysitterkinder nur Kartoffelbrei. Und mir war schnell langweilig. Den Kindern auch. Also spielte ich mit ihnen den Streich, den meinen Freundinnen und ich gerade für uns entdeckt hatten (das war noch vorm der Entdeckung des Internets, Kinder!): Wir schickten den Nachbarn Pizza. Und sahen zu, wie sie sich wunderten. Genau wie der Pizzaman. Die Kinder fanden es mega und erzählten ihren Eltern am nächsten Tag gleich als erstes ganz begeistert davon. Ich ging dann wieder kellnern.

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