Es gibt Fahrschulen, Sprachkurse oder eine 1 zu 1 Anleitung für das perfekte Bananenbrot – was es nicht gibt: den einzig und allein richtigen Guide der idealen Kindererziehung. Wir geben jeden Tag das Beste und dennoch schleichen sich kleine Erziehungsfallen ein über die wir mal mehr und mal weniger stolpern. Oder einfach mal mit Vollgas daneben tappen. Wir haben hier unsere 5 Essentials der Woche aufgeschrieben, die man unserer Meinung nach kennen sollte. Aber liebe Mamis: no worries, you are amazing.

 

NO.1 Schweigen ist Silber, Loben ist Gold:

 

„Toll, dass du dich heute morgen ganz allein angezogen hast“ oder „Wow, ich bin stolz auf dich, dass du dem Mädchen im Kindergarten dein Stickeralbum ausgeliehen hast“ – Lobessätze, die sich vielleicht etwas banal anhören, aber wirklich Großes bewirken. Auch ich fühle mich manchmal lächerlich mein kleines Gurken-Tierchen für Belangloses zu loben – aber ist der Satz erst einmal ausgesprochen, leuchten die kleinen Kinderaugen. „Ach echt, Mami?“ Erziehungsratgeber empfehlen man sollte sich tatsächlich vornehmen sein Kind täglich drei mal für etwas zu loben, obwohl es gar nichts „Besonderes“ gemacht hat. Spread Love. Finden wir eh gut. Auch im Büro.

 

NO.2 Ach, man kann das Baby auch mal schreien lassen:

 

NO! Nein! Niemals! Babys brauchen feste Bezugspersonen, die auf die Emotionen des Kindes einfühlsam reagieren sollten und das Grundvertrauen des Kindes in das Leben an sich, in die Liebe und das Behütetsein stärken. Natürlich sind Eltern auch mal mit den Nerven am Ende, aber die „Auch-mal-weinen-lassen-Methode“ sollte man nicht, nie, niemals, unter keinen Umständen ernsthaft in Betracht ziehen. Und ehrlicher Weise haben wir hier auch kein Problem ausnahmsweise mal so richtig Position und Meinung zu beziehen. Ätsch.

 

NO.3 Handy, iPad oder Computer verbannen:

 

Hui. That’s delicate. Was machen wir denn nun mit den Handys, iPads, Tablets & Co? Verbannen und verfluchen? Unsere Mäuse werden Digital-Natives wie es so schön heißt. Aber was heißt das nun eigentlich genau? Eines ist klar: Kinder brauchen durchaus einen reglementierten Umgang mit der digitalen Welt und sollten natürlich nicht ausufernd Filme, Apps, Insta und das world wide web konsumieren. Das bezieht sich zum einen auf den Konsum in Umfang und Zeit, aber natürlich auch auf den Inhalt. Gerade kürzlich wurde ein Knirps auf dem Gymnasium unseres Hoods von der Polizei abgeführt, weil er auf seinem iPhone pornografische Inhalte auf dem Schulhof geteilt hat. Mami und Papi sollten also durchaus mal einen Blick riskieren. Nicht zuletzt ist sowas altmodisches wie ein FSK zumindest mal eine grobe Orientierung. Warum man mit 5 Jahren noch nicht The Fast & The Furious gucken sollte, hat vielleicht einen Grund. Zu Umfang und Dauer gibt es vielfältige Meinungen und Studien, aber gesichert ist, dass der Konsum von digitalen Medien für Synapse und Nervenbahn in jungen Jahren schädlicher ist als uns lieb sein wird. Vielleicht gehen wir selbst mal mit gutem Beispiel voran?

 

NO.4 Let’s talk about emotion, Baby:

 

(Die meisten) Männer können nicht sonderlich gut über die eigenen Gefühle reden. Genauso, oder noch viel schlimmer ist es bei vielen kleinen und größeren Jungs. Teenager Mamis werden ein Lied davon singen können. Feste Bindungen zum Sohnemann stützt tatsächlich das Tun viel mehr als das Reden.  Fifa-daddeln, mit dem Auto rumcruisen, ne kleine Runde Cornern (okay, lächerlich) oder vielleicht seine aktuelle Playlist mithören, oder oder oder. Gemeinsame Ereignisse, auch mit den Freunden unserer Sprösslinge prägen sich viel mehr in unser Gedächtnis als Talk-Runden, oder nervige Fragerei. Wenn man über ein paar gemeinsame Momente wieder etwas enger zusammen gerückt ist, kommt eigentlich das Öffnen und das Gefühl von ganz allein. Und häufig kann man sich dann ganz plötzlich doch wieder über Gefühle und Empfindungen austauschen. We love it.

 

NO. 5 Nicht DU! Nur Dein Verhalten:

 

Wir kennen es zu Genüge. Nach der dreizehnten Aufforderung ist die Jacke immer noch nicht angezogen, das Zimmer nicht aufgeräumt oder der an der Tür abgewischte Popel immer noch nicht entfernt. Manchmal treiben uns die kleinen Geister in den Wahnsinn. Und manchmal hilft nur schimpfen. Wir Foshis sind alles milde Schimpfer und äußerst geduldige Eltern. Das muss nicht jeder mögen und alle Mamis und Papis dieser Welt handhaben auch diese Frage, ob, wann und wie geschimpft wird, individuell. Eines ist allerdings tatsächlich eine Falle in die insbesondere die Generation der Omis und Opis zu ihrer Zeit gern getappt sind. Du kannst das nicht! Du bist eine Zicke. Du bist ungezogen. Irgendwas in dieser Art haben sicherlich viele von uns schon mal gehört oder sogar gesagt. Dabei gilt es, die Person und ihr Fehlverhalten von einander abzugrenzen! Nicht Du bist schlecht, nein, nur Dein Verhalten ist nicht in Ordnung. Was banal klingt ist in vielen Fällen Grund genug beim Psychologen oder Coach 30 Jahre später auf der Couch zu liegen und an seinem Selbstbewusstsein zu feilen. Lasst uns ihnen immer das Gefühl geben, dass sie großartige kleine Wesen sind. Einzig was sie tun und wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten kann noch geübt werden. Was meint Ihr?

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